Ackerbau

Johann Geiger (geb. 1902)

Da unser Betrieb seit Generationen mit der Landwirtschaft verbunden ist, wird natürlich auch noch heute Ackerbau betrieben.

Das Mähen von Ackergras

Durch den Betrieb der Biogasanlage und der damit verbundenen Verwertung vieler im Ackerbau angebauten Produkte , sowie der Verwertung von Gülle aus den Tierhaltungsanlagen, steht dem Ackerbau auch wieder eine wirtschaftliche Bedeutung in der Unternehmensgruppe Geiger zu. Durch einen reinen Anbau von Marktfrüchten ist ein wirtschaftlicher Ackerbau mit Zupachtflächen in unserer eher ertragsarmen Region fast unmöglich.

Zur Zeit werden Mais (Körner- und Silomais), Wintergetreide und Zuckerrüben angebaut. Ein kleiner Teil Grünland wird ebenfalls bewirtschaftet.

Getreideaussaat auf einer Moorfläche
Mais legen
Maisernte für die Biogasanlage

Der Mais wird zum größten Teil als Silomais in der hofeigenen Biogasanlage verwertet.

Der Körnermais, welcher hauptsächlich auf weiter entfernten Flächen angebaut wird, wird zudem gedroschen und als Körnermais verkauft. Der Körnermais wird in der an der Biogasanlage angebundenen Trocknungsanlage mit Abwärme der Motoren getrocknet (siehe Biogasanlage).

Getreideernte durch Lohnunternehmer

Der Anbau von Getreide besteht fast ausschließlich aus Anbau von Trititicale und Weizen, welcher im Sommer gedroschen und als Futter in der Schweinemast verwendet wird. Das Stroh wird zum größten Teil im Sauenbetrieb als Einstreu für die Sauenarena`s usw. genutzt, sowie an Betriebe als Einstreu verkauft, welche wiederum Mist als Input für die Biogasanlage liefern.

Besonderheit im Anbau ist bei uns der Anbau von Grünschnittroggen als Zwischenfrucht zu Mais. Dieser schnellwachsende Roggen wird im Herbst auf einem Teil der Flächen nach Mais gesäht und im Frühjahr, ca. 1. Mai, gemäht und gehäckselt und dient somit der Biogasanlage als Futter. Dieser Roggen benötigt keinen Pflanzenschutz, da er durch sein schnelles Wachstum gegen Unkräuter konkurrieren kann. Nach der Ernte kann dann wiederum Mais angebaut werden.

Grünschnittroggen

Die Vorteile für den Betrieb sind zum einen der höhere Trockenmasseertrag je ha, sowie die bessere Möglichkeit Gülle oder Gärreste im Frühjahr zu verwerten, da der Düngebedarf von Grünschnittroggen schon gegen Ende des Winters gegeben ist und dies somit die Ausbringzeiten für Gärreste und Gülle verlängert.

Im Bereich der Mechanisierung ist unser Betrieb, bis auf das Häckseln von Mais, komplett eigenmechanisiert. Bei der Bodenbearbeitung kommt seit einigen Jahren hauptsächlich der Spatenpflug zum Einsatz. Da im Betrieb zum größten Teil Sandböden bearbeitet werden, ist dieses die ideale Kombination um Erosionen usw. zu vermeiden, da beim Spatenpflug der Boden nicht komplett gedreht sondern im oberen Schichtenbereich vermischt wird.

Ansonsten liegt das Hauptaugenmerk im Bereich der Mechanisierung auf das Nutzen modernster Techniken um die Diesel- und Arbeitskosten je ha, sowie der Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln auf ein Minimalmaß zu reduzieren um auch zukünftig umweltschonend und konkurrenzfähig bleiben zu können.

Bei der Gülleausbringung steht schon seit dem Jahre 2004 die Schleppschlauchtechnik im Betrieb zur Verfügung, um auch hier die optimale Verwertung der Gülle und Gärreste zu gewährleisten.

Was viele Aussenstehende der Landwirtschaft nicht wissen: „ Wir werden als Landwirte grundsätzlich jede Art der Technik, Witterung und zügige Einarbeitung von Gülle und Gärresten in den Boden nutzen, um Gerüche bei der Ausbringung zu vermeiden, da diese nicht nur die Lobby der Landwirtschaft schaden, sondern Gerüche gleich stehen mit Stickstoffverlusten, welcher dann wiederum teuer als Mineraldünger zugekauft werden muss und somit die Umwelt aber insbesondere direkt und sofort den eigenen Geldbeutel belastet.“

Um die Bodenfruchtbarkeit zu erhöhen, werden soweit wie möglich auf allen Flächen Zwischenfrüchte angebaut, welche im Frühjahr in den Boden eingearbeitet werden.

Des Weiteren erfolgt im mehrjährigen Wechsel bei vielen Flächen der einjährige Flächentausch mit einem anderen Landwirten zum Anbau von Kartoffeln um die Fruchtfolge im Betrieb um ein weiteres Fruchtfolgeglied zu erweitern.

Sollten Sie daran interessiert sein Ackerflächen zu verpachten oder zu verkaufen, können wir Ihnen mit Sicherheit ein interessantes Angebot unterbreiten.

Bei der Verpachtung von Flächen sichern wir Ihnen folgende Sachen zu:

  1. - garantierte und pünktliche Pachtzahlung auf ein von Ihnen angegebenes Konto
  2. - Werterhaltung ihres Grundstückes durch regelmäßiges Kalken und einer bedarfgerechten Düngung
  3. - kein Einsatz von Klärschlamm
  4. - eine geregelte Fruchtfolge (Anbau von Kartoffeln nur im Tausch mit einem anderen Landwirten im mindestens dreijährigem Abstand), daher kein Nematodenrisiko auf den Flächen.
  5. - bodenschonenden Einsatz von Maschinen um Verdichtungen im Boden zu vermeiden.
  6. - langfristige Verträge um auf beiden Seiten eine Planungssicherheit zu bekommen