Fachinformationen

Produktinfo Ferkel

- alle Standorte der Agrar Betriebe Geiger sind QS zertifiziert

- die Sauenhaltung wird seit dem Jahr 2004 im Closed Herd System betrieben

- auf mütterlicher Seite der Genetik wird auf die Large White (Yorkshire) Kernherde die dänische Landrasse gekreuzt, um die Endproduktlinie (Danzucht) zu erzielen.

- als Eber wird ein TopVital Pitrain Eber eingesetzt.

- alle Ferkel erhalten im Alter von 14 Tagen eine Mycoplasmen Impfung sowie eine Impfung gegen Circoviren (PCV II). Ebenfalls simultan eine Impfung gegen PRRS (seit März 2013)

- die Ferkel werden nach Geschlecht getrennt aufgezogen und verladen

- ebenfalls werden die Ferkel nach Gewicht sortiert abgeliefert

- seit der 18. KW 2012 werden nur noch unkastrierte Ferkel verkauft

- der Gesundheitszustand unserer Ferkel befindet sich auf höchstem Niveau 

Was sind Closed-Herd-Systeme?

Jungsauennachersatz in Eigenregie, aber mit System

Im Rahmen unseres Wachstumsschrittes auf 600 Sauen im Jahr 2004 war für uns die Entscheidung, zukünftig komplett auf Tierzufuhr von außen zu verzichten und die Jungsauen im eigenen Betrieb nachzuziehen, unumgänglich.

Individuell zugeschnittenes Closed-Herd Konzept

Gemeinsam mit unserem langjährigen VION-Fachberater, Uli Peschel haben wir ein so genanntes Closed-Herd Konzept entwickelt, das individuell auf unseren Betrieb abgestimmt ist. Nach Abwägen der verschiedenen Möglichkeiten, haben wir uns für ein klassisches Zuchtkonzept entschieden. Dies ist eine Möglichkeit von vielen - z. B. mit minimierter Tierzufuhr oder ohne Tierzufuhr oder mehrstufigem Zuchtprogramm oder Rotations- oder Wechselkreuzung und so weiter – mehr unter PIC Deutschland

Hauptanliegen war es, unseren Betrieb von Tierzufuhren von außen unabhängig zu machen und gesundheitlich abzusichern, aber auf Zuchtfortschritt verzichten wollten wir auch nicht. Der Zuchtfortschritt auf unserem Betrieb wird seitdem über das von der PIC gelieferte Vorstufensperma realisiert. Die Zuchtwerte der eingesetzten Eber werden wöchentlich vom Zuchtunternehmen überprüft. Sobald bestimmte Grenzen unterschritten werden, werden die Eber ausgetauscht. Die Remontierung der Vorstufeneber auf den PIC-Besamungsstationen beträgt nahezu 100 %. Die Auswahl der jeweiligen Eber für unseren Betrieb wird dabei gezielt auf unsere Anforderungen abgestimmt, so dass der Zuchtfortschritt in unserer Sauenherde für bestimmte Merkmale nochmals beschleunigt wird.
Der Sauenbestand besteht aus zwei Gruppen, einer Großelternherde und einer Produktionsherde. Die Großelternherde aus Large-White-Sauen macht 10 % unseres Gesamtbestandes aus. Für den Nachersatz dieser Großelternherde werden die jeweils 10 besten Sauen mit Large-White-Sperma belegt. Die übrigen Tiere werden mit Landrasse-Sperma zur Produktion einer F1-Sau (Large White x Landrasse) besamt. Mit diesen Sauen wird die Produktionsherde remontiert. 

Anbindung an internationalen Zuchtfortschritt gibt Sicherheit in der Leistungssteigerung

Um die Anpaarungsentscheidung nicht nur vor dem Hintergrund der Eigenleistung der Sauen treffen zu müssen, ist die Großelternherde unseres Betriebes an den PICtraqTM–Sauenplaner angeschlossen. In die wöchentliche Zuchtwertschätzung unserer Großelterntiere fließen so neben der Eigenleistung auch die Leistungen aller bekannten Verwandten ein, was die Genauigkeit der Zuchtwertschätzung um Einiges erhöht. Anhand dieser Informationen werden dann auch von der PIC die Anpaarungsvorschläge für die Großelternsauen erstellt.

Vitale Mastferkel

PIC-Piétrain – Starke Väter für starke Ferkel

Auch in der Mastferkelproduktion setzen wir voll und ganz auf PIC-Genetik, denn als Endstufeneber setzen wir den PIC-Piétrain-Eber 408 ein. Das ist eine reinerbig stressnegative Piétrainlinie, die sich besonders durch hohe Tageszunahmen bei guten Magerfleischprozenten auszeichnet. Besonders überzeugt hat uns darüber hinaus, dass die Ferkelvitalität – im Vergleich zu anderen Piétrains – deutlich besser ist. Unser Berater, Uli Peschel von der VION, hat uns erklärt, dass dies auch darauf zurückzuführen ist, dass in der PIC-Zuchtwertschätzung auch solche Merkmale berücksichtigt werden.

PIC-Piétrain408 – NN

Jahrzehntelang konsequente Zuchtarbeit bei gleichzeitiger Ausnutzung modernster Zuchtmethoden hat den PIC-Piétrain zu einem überzeugenden Vater für wirtschaftliche Mastferkel gemacht. Bereits frühzeitig hat die PIC erkannt, dass eine konsequente Stresssanierung unumgänglich ist, um Merkmale wie Fleischqualität, Fleisch-Fett-Verhältnis, Futterverwertung und Tageszunahmen bei gleichzeitig optimalem Fleischanteil züchterisch sinnvoll weiterentwickeln zu können. Neben dem hohen Fleischanteil zeichnen sich die Nachkommen des PIC-Piétrain durch gute Zunahmen und Futterverwertung aus, deutliche Vorteile gegenüber dem Piétrain-Eber aus der klassischen Herdbuchzucht. Viele Kunden schätzen dieses Eberprodukt zudem auch wegen der geringen Anzahl an Defekten und Verlusten im Abferkelbereich. 
Durch eine gezielte Eigenleistungs- und Nachkommenprüfung im Feld stehen die Leistungen der PIC-Piétrain-Eber unter ständiger Kontrolle. Sämtliche Leistungsdaten aus der Feld- und Eigenleistungsprüfung werden direkt in der Zuchtwertschätzung berücksichtigt und garantieren die ständige Verbesserung der nachfolgenden PIC-Piétrain-Generation.
Alle PIC-Piétrain-Eber sind markergetestet sowohl auf den MHS-Gentest als auch auf den speziellen Genmarker PT1. Der PT1-Marker beeinflusst die Futteraufnahme und dadurch die Tageszunahme sowie den Fleischanteil der Nachkommen.

Gesundheit

Gesundheit und Wohlbefinden unserer Tiere genießen bei uns oberste Priorität!

Dazu ist ein konsequentes Hygienemanagement erforderlich. Dazu gehören das Betreten der Ställe durch eine Hygienschleuse mit Dusche, das konsequente Rein-Raus-Prinzip mit allen dazu gehörigen Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen in allen Stallbereichen sowie viele andere Dinge, welche auf dieser Seite näher beschrieben sind.

Zur aktiven Gesundheitsvorsorge werden alle Sauen zweimal jährlich gegen Parvovirose und Rotlauf geimpft, im 9 Wochen Rhythmus erfolgt eine Immunisierung der Sauen gegen PRRS, sowie gegen Influenza.

Jedes Ferkel wird im Alter von ca. 3 Wochen zum Schutz vor Atemwegsinfektionen gegen Mycoplasmen schutzgeimpft (mit einem One-Shot Impfstoff). Ebenfalls erfolgt eine Impfung gegen PCV 2, sowie simultan eine Impfung gegen PRRS.

Des Weiteren werden alle unsere Bestände vom selben Tierarzt betreut und in kurzen, regelmäßigen Abständen kontrolliert, damit auch auf kleinste Auffälligkeiten in Sachen Tiergesundheit sofort werden kann.

Nur gesunde Tiere fühlen sich wohl und sind in der Lage uns den gewünschten Erfolg zu bescheren.

Biosecurity

Durch die Führung unserer Bestandsgröße und Verantwortung für den Erfolg beim Mäster haben wir alle Maßnahmen in allen Betrieben durchgeführt um jegliche Infektion der Ferkel mit Krankheiten von außen zu vermeiden. Durch diese Maßnahmen ist es uns schon seit Jahren gelungen den hohen Gesundheitsstatus unserer Tiere zu bewahren. 

In unserem Betrieb wird das komplette Schwarz – Weiß – Prinzip strikt eingehalten. Das Betriebsgelände ist mit einem 2 m hohem Zaun und Toren versehen, so das fremde Personen und evtl. Tiere unseren Bestand nicht betreten können (Wildschweine gibt es in unserer Region bis jetzt nicht).
Eine hygienische Trennung zwischen den verschiedenen Betriebsstandorten wird ebenfalls strikt eingehalten. Personal darf einfach erklärt nur den Weg der Ferkel gehen (Beispiel: Vom Sauenstall zur Ferkelaufzucht, Ferkelaufzucht zu Mast, zurück aber nur durch erneutes einduschen in den Bestand).

Alle Fahrzeuge für die Anlieferung von Futter können unsere Futtersilos vom Betriebsrand aus erreichen.

Für die Verladung von Ferkeln und Sauen stehen mehrere Verladerampen zur Verfügung, welche nur vom Abnehmer der Ferkel betreten werden dürfen. Für das Stallpersonal ist das Betreten der Rampe sowie für den Spediteur oder Abnehmer der Ferkel das Betreten des Stalles verboten. 
Nach der Verladung werden diese Rampen gereinigt und desinfiziert. 
Ein Ferkel welches einmal die Verladerampe betreten hat, kommt auf keinen Fall wieder in den Stall zurück.
Vor der Verladung werden alle Ferkel, welche nicht zu 100 % unseren Qualitätsrichtlinien entsprechen, aussortiert und selber gemästet, damit diese nicht an einen Schweinemäster verkauft werden müssen. 
Alle Fahrzeuge, welche unseren Betrieb anfahren müssen vorher gereinigt und desinfiziert sein.

Für den Transport von Ferkeln und Jungsauen zwischen unseren Betriebsstandorten stehen aus hygienischen Gründen eigene Fahrzeuge zur Verfügung, welche auch nur Tiere aus unseren Beständen fahren und nach jedem Gebrauch gereinigt und desinfiziert werden.

Fremde Personen und auch Personal im Stall können unsere Ställe nur nach vorherigem Einduschen betreten. Im Stall werden nur betriebseigene Kleidung (Socken, Unterwäsche, Overall, Stiefel usw. ) getragen, welche den Betrieb auch nicht verlassen.

Zwischen dem Betreten eines unserer Betriebe ist ebenfalls wieder das komplette Einduschen angesagt (der alte nicht niedergeschriebene Grundsatz, dass Chefs immer steril sind und sich nicht an solche Regelungen halten brauchen gilt bei uns nicht)

Alle Tiere können nur innerhalb des Weißbereiches getrieben werden und das Verlassen des Weißbereiches mit Stallkleidung ist nicht erlaubt.

Für unser Personal steht im Weißbereich ein extra Aufenthaltsraum zur Verfügung.

Innerhalb jeden Betriebes findet wieder eine strikte Bereichentrennung statt, um auch hier jedes Risiko für die Gesundheit der Tiere zu vermeiden. Alle Werkzeuge (Schaufel, Besen, Treibbretter usw.) in den einzelnen Bereichen sind farblich gekennzeichnet (Rot, blau, gelb, und grün)

Alle Stallbereiche werden vor der Neubelegung gereinigt und desinfiziert (Rein – Raus – Prinzip). 

Alle Sauen welche wieder neue Stallbereiche betreten, duschen wir in unserer Sauendusche und reinigen die Hautoberfläche mit einem speziellem Schweineschampoo und warmem Wasser.

Kurz nach der Einstallung der Sauen in den Abferkelbereich sprühen wir diese Sauen noch mit einem speziellem Hautdesinfektions- und Pflegemittel ein, um auch hier jedes Infektionsrisiko der neugeborenen Ferkel einzudämmen.

In allen Abteilen wird täglich Kot geräumt und die Spaltenbereiche im Deck- und Wartestall streuen wir danach mit einem Desinfektionspulver ab, um auch die Liegeflächen für die Sauen so immer trocken zu halten.

Die Güllelagerung findet am Betriebsrand statt und wird von dort auch mit eigenen Fahrzeugen ausgebracht.
Eine Reinigung und Desinfektion dieser Fahrzeuge vor dem Anfahren an einen nächsten unserer Betriebsstandorte ist selbstverständlich.
Alle Flächen um den Betriebsrand und aus der Hauptwindrichtung werden ausschließlich mit Gülle aus unserem Betrieb abgedüngt.

Ein Zukauf von Tieren (z.B. Jungsauen) findet bei uns im Betrieb aufgrund der eigenen Jungsauenvermehrung nicht statt (siehe Closed – Herd- System). Ein Zukauf von Genetik findet ausschließlich über Sperma statt. Dies ist ein großer Baustein zur Gesunderhaltung der Sauenherde.

Des Weiteren führen wir natürlich alle Maßnahmen durch (Schadnagerbekämpfung usw.), welche in QS – Betrieben Vorschrift und selbstverständlich sind, um Infektionen zu vermeiden. Dieses wird durch einen externen Schädlingsbekämpfer durchgeführt.

Um trotzdem immer den Überblick über den Gesundheitsstatus unserer Tiere zu haben, führen wir in regelmäßigen Abständen ein Bestandsscrenning auf alle relevanten Erreger durch. Diese Ergebnisse können auf Wunsch vom Mäster im Betrieb eingesehen werden.

Sollte es im Maststall wieder Erwarten doch gesundheitliche Probleme mit von uns gelieferten Ferkeln geben, scheuen sie nicht mich frühzeitig anzurufen, damit wir dann gemeinsam das Problem lösen können. 

Bei allen möglichen Fragen zur Schweinemast (Tiergesundheit, Fütterung, Management usw.) bieten wir ihnen als Abnehmer unserer Ferkel ohnehin einen guten After Sale Service an, welchen sie nur nutzen müssen.

Fütterung